Interessengemeinschaft freier Bestattungs- und Feierredner (IFBF)

www.feierredner.de

c/o Bernhard Wieser, Beethovenstraße 9, 91052 Erlangen, Telefon: 09131 – 993750 und 0175 – 4199898, Fax: 09131 - 970319

Presseerklärung:

Erlangen, 17. November 2003

In einem Tagesseminar in Erlangen beschäftigten sich 15 Mitglieder der Interessengemeinschaft freier Bestattungs- und Feierredner mit Trauer- und Sterbebegleitung. 

Das Seminar begann mit einem beeindruckenden Vortrag der Nürnberger Trauerbegleiterin Gudrun Orlet, die erst kürzlich zur Interessengemeinschaft gestoßen ist. Thema ihres Vortrags war die Situation der Hinterbliebenen nach einem Todesfall. Frau Orlet schilderte die Bedeutung des Todes im Leben des Menschen und den Verlauf des Sterbens, um sich dann dem Trauerprozeß der Hinterbliebenen zuzuwenden. Gudrun Orlet ging am Ende ihres Vortrags auch auf die Frage ein, wie die Kommunikation mit den Angehörigen gestaltet werden kann. Für die anwesenden Bestattungsredner waren Orlets Ausführungen eine wichtige Anregung, darüber nachzudenken, was für das Gespräch beim Hausbesuch, den die Bestattungsredner in der Regel bei den Angehörigen vor der Trauerfeier machen, von besonderer Bedeutung ist.

Den zweiten Vortrag hielt Ernst Cran, Bestattungs- und Feierredner aus Nürnberg, der sich mit der Trauerfeier als kreativer Möglichkeit zur Trauerarbeit beschäftigte. Er ging der Frage nach, wie er Bestattungsredner erreichen kann, daß ihm von den Angehörigen der Verstorbene so geschildert wird, daß es dem Redner möglich ist, eine individuelle, auf den Verstobenen zugeschnittene Trauerrede zu halten. Je mehr es dem Bestattungsredner gelingt, die Angehörigen zu ermuntern, lebendig vom Verstorbenen zu erzählen, um so klarer wird das Bild vom Verstorbenen und um so mehr kann es gelingen, das Gedenken für den Verstorbenen lebendig werden zu lassen.

Den Abschluß des Seminars bildete der Vortrag des praktizierenden Arztes Dr. Anton Wohlfart aus Ehekirchen über Sterbehilfe und Sterbebegleitung. Dr. Wohlfart schilderte seine Erfahrungen mit sterbenden Patienten, aber auch mit den schwierigen Fragen der Sterbehilfe, wie sie sich dem behandelnden Arzt stellen. Er gewährte dabei den anwesenden Trauerrednern einen Einblick in einen Bereich, der dem Bestattungsredner ansonsten verschlossen ist, weil Bestattungsredner erst nach dem Tod eines Menschen mit dem Leben dieses Menschen konfrontiert werden.

Die Seminarteilnehmer bekamen durch die Vorträge und die Diskussionen viele Anregungen für ihre tägliche Arbeit. Das Seminar diente wie die vorangegangenen Seminare auch dem Erfahrungsaustausch und dem Kennenlernen der anwesenden Bestattungs- und Feierredner, die diesmal außer aus Bayern aus Sachsen und dem Saarland kamen. 

Das Seminar war das dritte Seminar seit der Gründung der Interessengemeinschaft freier Bestattungs- und Feierredner vor eineinhalb Jahren in Nürnberg. Die Seminare dienen der Weiterbildung und Qualifikation ihrer Mitglieder und dem Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedern.